Die Frage, die mir Kunden am häufigsten stellen, bevor sie Salesforce einführen oder verlängern: Welche Edition brauchen wir eigentlich? Seit dem 3. September 2026 ist die Antwort komplizierter geworden. Salesforce hat seine Editionen neu geschnitten. Enterprise und Unlimited stehen nicht mehr auf der Preisseite, stattdessen heißen die großen Editionen jetzt Core, Advanced und Max.
Dieser Artikel zeigt alle aktuellen Editionen und Preise, was die Umstellung für Bestandskunden bedeutet und welche Edition für wen passt. Er wird aktualisiert, sobald Salesforce die Preise ändert.
Salesforce Preise 2026: alle Editionen auf einen Blick
| Edition | Preis pro Nutzer/Monat | Laut Salesforce |
|---|---|---|
| Kostenlose Suite | 0 € | Einstieg mit Grundfunktionen |
| Starter Suite | 25 € | Monatliche oder jährliche Abrechnung |
| Pro Suite | 100 € | Mehr Automatisierung und Anpassung |
| Core | 195 € | CRM mit integrierten KI-, Slack-, Tableau- und Agentforce-Fähigkeiten |
| Advanced | 395 € | Alles aus Core plus verbesserte Sicherheit, mehr KI und Datenkapazität |
| Max | 550 € | Alles aus Advanced plus die vollständige KI-Suite |
Listenpreise für Sales Cloud laut Salesforce-Preisseite, Stand September 2026, netto, ab Pro Suite jährliche Abrechnung. Service Cloud hat dieselben Stufen und Preise.
Dazu gibt es in den drei großen Editionen erstmals ein festes KI-Budget: Core enthält 500.000 Flex Credits pro Org und Jahr, Advanced 1 Million, Max 2,75 Millionen. Eine vollständige Sandbox ist bei Advanced und Max enthalten, bei Core lässt sie sich zukaufen. Die vollständige Funktionsmatrix steht auf der Preisseite von Salesforce.
Was sich am 3. September 2026 geändert hat
Bis August hießen die Editionen für professionelle Nutzung Enterprise und Unlimited, darüber lag Agentforce 1. Seit dem 3. September verkauft Salesforce Core, Advanced und Max. Die neuen Editionen sind teurer als die alten Einstiegspreise, bringen aber Slack, Tableau Next und ein Kontingent an Flex Credits für Agentforce gleich mit.
Für Bestandskunden hat Salesforce zwei Dinge zugesagt: Die Preise der bisherigen Editionen bleiben unverändert. Wer Agentforce 1 hat, kann ohne Aufpreis auf Max wechseln. Ob Enterprise und Unlimited für Neukunden noch verkauft werden, sagt Salesforce nicht ausdrücklich. Auf der Preisseite stehen sie nicht mehr.
Schon vorher hatte Salesforce zum 1. August 2025 die Listenpreise für Enterprise und Unlimited um durchschnittlich 6 % angehoben. Starter und Pro waren davon ausgenommen.
Die neuen Editionen sind kein Grund, sofort zu wechseln. Sie sind ein Grund, den nächsten Renewal-Termin genau vorzubereiten.
Was Enterprise- und Unlimited-Kunden jetzt beachten sollten
Die wichtigsten Regeln stehen nicht auf der Preisseite, sondern im Rahmenvertrag von Salesforce (Master Subscription Agreement, Stand 1. September 2026):
- Keine Reduzierung während der Laufzeit. Gekaufte Lizenzmengen lassen sich während der Vertragslaufzeit nicht verringern. Wer zu viele Lizenzen hat, zahlt sie bis zum Ende.
- Automatische Verlängerung. Der Vertrag verlängert sich automatisch, wenn er nicht spätestens 30 Tage vor Ablauf gekündigt wird. Wer seine Lizenzen anpassen will, muss also früh anfangen.
- Neue Preise bei weniger Menge. Wer beim Renewal weniger Lizenzen oder eine kürzere Laufzeit bucht, bekommt die Preise neu kalkuliert, unabhängig vom bisherigen Stückpreis. Ein alter, günstiger Enterprise-Preis ist dann nicht automatisch gesichert.
Mein Rat: Beginnen Sie drei bis vier Monate vor dem Renewal mit einer Bestandsaufnahme. Wie viele Lizenzen werden wirklich genutzt, welche Add-ons braucht niemand, und lohnt sich der Wechsel auf eine neue Edition überhaupt? Wie das konkret geht, steht in Salesforce-Lizenzaudit.
Welche Edition für wen?
Starter Suite und Pro Suite: für kleine Teams mit einfachen Prozessen
Die Starter Suite deckt die Grundlagen ab: Leads, Accounts, Kontakte und Opportunities, dazu Reporting und die mobile App. Die Pro Suite ergänzt mehr Automatisierung und Anpassung. Beide sind für Teams gedacht, die Salesforce eigenständig und ohne komplexe Systemlandschaft nutzen. Wo die Grenze zur nächsten Stufe genau verläuft, zeigt der Vergleich Pro Suite vs. Core.
Das Problem, das ich bei Kunden regelmäßig sehe: Wer heute in einer Suite startet und nach einem Jahr eine Integration mit SAP, DATEV oder einem Data Warehouse braucht, muss wechseln und zahlt den Umbau doppelt. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf in der Funktionsmatrix, was Ihre geplanten Integrationen voraussetzen.
Core: der Standard für professionelle Nutzung
Für die meisten Unternehmen, die Salesforce ernsthaft einsetzen, war bisher Enterprise die echte Untergrenze. In der neuen Struktur übernimmt diese Rolle aus meiner Sicht Core. Sie bekommen das volle CRM, KI-Funktionen und ein erstes Flex-Credit-Kontingent, mit dem sich Agentforce ohne Zusatzvertrag ausprobieren lässt.
Advanced: wenn Sicherheit und Testumgebungen zählen
Advanced lohnt sich, wenn Sie eine vollständige Sandbox für saubere Tests vor jedem Deployment brauchen, höhere Sicherheitsanforderungen haben oder Agentforce über einen Piloten hinaus nutzen. Der Aufpreis gegenüber Core ist erheblich, deshalb sollte ein konkreter Bedarf dahinterstehen, nicht die Vermutung, man könnte ihn irgendwann haben.
Max: für Unternehmen mit KI im Mittelpunkt
Max enthält alles aus Advanced plus die vollständige KI-Suite von Salesforce und das größte Flex-Credit-Kontingent. Das ist die richtige Wahl, wenn Agentforce ein zentraler Teil Ihres Vertriebs oder Service werden soll. Für Unternehmen, die KI erst evaluieren, ist Max zu früh.
Wie Sie die richtige Anzahl und Mischung ermitteln, zeigt der Artikel Salesforce-Lizenzbedarf: Vor dem Kauf richtig planen.
Lizenzen neben den Editionen
Nicht jeder Nutzer braucht eine volle CRM-Lizenz. Salesforce bietet dafür eigene Lizenztypen an:
- Platform Starter und Platform Plus (25 € bzw. 100 € pro Nutzer und Monat): für Mitarbeitende, die mit eigenen Apps und Objekten arbeiten, aber kein Opportunity-Management brauchen.
- Experience Cloud für Kundenportale: laut Preisseite 10 € pro Mitglied oder 4 € pro Login. Für Partnerportale nennt Salesforce 25 US-Dollar pro Mitglied und Monat.
- Integration User für Schnittstellen: eigene API-Nutzer statt einer vollen Lizenz für jede Integration.
Was Agentforce kostet
Agentforce wird nach Verbrauch abgerechnet. Laut Preisseite kosten 100.000 Flex Credits 500 €, eine Aktion verbraucht 20 Credits, also rechnerisch zehn Cent. Alternativ rechnet Salesforce 2 € pro Unterhaltung ab. Dazu kommt eine Agentforce-Nutzerlizenz für 5 € pro Nutzer und Monat.
Mit den neuen Editionen ist ein Kontingent bereits enthalten. Wie weit 500.000 Credits reichen, hängt davon ab, wie viele Aktionen Ihre Agenten pro Vorgang auslösen. Das lässt sich erst in einem Piloten seriös schätzen.
Was in den Listenpreisen nicht steckt
Die Editionspreise sind nur ein Teil der tatsächlichen Kosten:
- Add-ons. Revenue Intelligence, Sales Planning oder CPQ, heute Revenue Cloud, kosten extra. Für manche Unternehmen summieren sich Add-ons auf das Doppelte des Editionspreises.
- Einführung. Eine professionelle Einführung kostet unabhängig von der Edition Geld. Was eine Einführung im Mittelstand realistisch kostet, steht in Salesforce-Einführung: Die wahren Kosten.
Listenpreise sind Verhandlungssache
Die Preise oben sind Listenpreise. In der Praxis zahlt kaum ein Unternehmen diese Preise, vor allem ab etwa 20 Nutzern. Ich habe Kunden begleitet, die bei Enterprise-Lizenzen 20 bis 35 % unter Listenpreis abgeschlossen haben, regulär und ohne besondere Konditionen.
Was in Verhandlungen hilft:
- Mehrjährige Laufzeit anbieten. Ein 3-Jahres-Vertrag gibt dem Account Executive intern mehr Spielraum und Ihnen mehr Verhandlungsmasse.
- Volumen bündeln. Wenn das Team wächst, verhandeln Sie die Gesamtzahl von Anfang an.
- Eine echte Alternative nennen. Der Hinweis auf eine parallel geprüfte Lösung ist ein legitimes Verhandlungsinstrument.
- Über einen Partner kaufen. Autorisierte Reseller haben eigene Margen und können einen Teil davon weitergeben.
Der Januar-Tipp: Das Geschäftsjahr von Salesforce endet am 31. Januar. Im letzten Monat kämpfen die Account Executives um ihre Jahresziele, und Rabatte, die im Herbst gescheitert sind, gehen dann oft durch. Wer seine Entscheidung zeitlich steuern kann, legt den Abschluss auf Januar.
Häufige Fragen
Was kostet Salesforce 2026 pro Nutzer?
Laut Salesforce-Preisseite zwischen 0 € (Kostenlose Suite) und 550 € (Max) pro Nutzer und Monat. Die gängigen Editionen für professionelle Nutzung sind Core (195 €) und Advanced (395 €), jeweils netto und jährlich abgerechnet.
Gibt es Enterprise und Unlimited noch?
Seit dem 3. September 2026 stehen sie nicht mehr auf der Preisseite. Bestandskunden behalten ihre Editionen und Preise. Ob Neukunden sie noch kaufen können, sagt Salesforce nicht ausdrücklich, fragen Sie im Zweifel Ihren Account Executive.
Muss ich als Bestandskunde auf Core, Advanced oder Max wechseln?
Nein. Die bisherigen Editionen und Preise bleiben laut Salesforce unverändert. Prüfen Sie vor dem nächsten Renewal, ob der Wechsel für Sie Vorteile bringt, etwa durch die enthaltenen Flex Credits.
Kann ich Salesforce-Lizenzen während der Laufzeit reduzieren?
Nein. Laut Rahmenvertrag lassen sich gekaufte Mengen während der Laufzeit nicht verringern. Anpassen können Sie sie nur zum Renewal, und der Vertrag verlängert sich automatisch, wenn Sie nicht spätestens 30 Tage vorher kündigen.
Was kostet Agentforce?
100.000 Flex Credits kosten 500 €, eine Aktion verbraucht 20 Credits, also rechnerisch zehn Cent. Core, Advanced und Max enthalten bereits ein jährliches Kontingent von 500.000 bis 2,75 Millionen Credits.
Wenn Ihr Renewal ansteht oder Sie vor der Wahl der Edition stehen, prüfe ich Ihre Lizenzen im Salesforce Health Check: jede Position gegen die tatsächliche Nutzung, dazu eine klare Empfehlung, ob sich der Wechsel auf die neuen Editionen lohnt. Festpreis 4.500 €, Ergebnis in zehn Werktagen.